Grußworte zum 10. Bonner Tauchersymposium 2010

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Bonner Tauchersymposiums,

als Bonner Oberbürgermeister heiße ich Sie alle sehr herzlich in Bonn willkommen! Bonn ist ein Ort der Vernetzung und des Dialoges und so freue ich mich ganz besonders, dass heute bereits zum 10. Mal Rettungsdienstler, Notärzte, Taucher und Wasserretter hier zusammen­kommen, um sich über Forschungsergebnisse und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Notfallmedizin und der Wasserrettung auszutauschen. Von diesem Wissens- und Erfahrungsaustausch an der Schnittstelle von Forschung und Entwicklung profitieren nicht nur die Experten selbst, sondern wir alle, die wir auf schnelle und professionelle Hilfe bei Unfällen und in Notsituationen angewiesen sind. Gerne habe ich deshalb die Schirmherrschaft über die heutige Jubiläumsveranstaltung übernommen.

Mein besonderer Dank gilt den Organisatoren des 10. Bonner Tauchersymposiums, insbesondere dem DRK-Kreisverband Bonn und der Wasserwacht,  denen es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, eine Veranstaltung von hoher Qualität auf die Beine zu stellen. Dass dies ohne ein großes Maß an ehrenamtlichem Engagement nicht möglich ist, möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.

Das Bonner Tauchersymposium leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern auch zur institutionellen Vernetzung in Bonn und darüber hinaus. Davon zeugt die große Bandbreite an beteiligten Organisationen – von Polizei und Feuerwehren über Marine, Straßen- und Luftrettung bis hin zu Universitäten, Kliniken und sportwissenschaftlichen Instituten aus der gesamten Region.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 10. Bonner Tauchersymposiums eine interessante Veranstaltung und freue mich bereits heute, Sie auch im kommenden Jahr wieder in Bonn willkommen zu heißen.

Grußwort des Förderkreis des Bonner Tauchersymposiums
PD Dr. Stefan Schröder

Wasserrettung - eine ernste Herausforderung für Notärzte und Rettungsdienste

Die Zahl der tödlichen Unfälle am und im Wasser nimmt zu. Das zeigt die Statistik der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft von 2009. Mindestens 475 Menschen sind 2008 in Deutschland ertrunken, das sind 52 Menschen oder 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 9 von 10 Opfern sterben in Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen. Der Tod im Wasser passiert dabei keineswegs nur in der Badesaison: Über 200 Menschen, also nahezu die Hälfte aller Ertrunkenen, starben in der Zeit zwischen Januar bis April und September bis Dezember.

Die Entwicklung der Wasserunfälle ist auch eine besondere Herausforderung für Notärzte und Rettungsdienste, denn das theoretische Wissen und insbesondere die persönliche Erfahrung im Umgang mit derartigen Notfällen sind bei den im Notarztdienst tätigen Kolleginnen und Kollegen zumeist eher gering. Diese Erkenntnis führt zur Forderung nach mehr Aus- und Weiterbildungsangeboten. Besonders wünschenswert erscheinen gemeinsame Angebote für alle am Wasserrettungsdienst Beteiligten. Die Fortbildung, wie das Bonner Tauchersymposium  an der Bonner Universität, ist von unschätzbarem Wert, weil sie Wissenschaft und Praxis in der hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Wasserrettung in Deutschland vereinen. Die zehnte und somit Jubiläumsveranstaltung dieser Art macht deutlich, dass das Konzept auf Zustimmung stößt. Wissenschaftliche Projekte machen darüber hinaus deutlich, dass die Vereinheitlichung in der Behandlung das Überleben von Badeunfallopfern wie Schiffbrüchigen auf hoher See sichern kann. Die Kooperation der verschiedenen Fach- und Rettungsdienste steht am Anfang jeder erfolgreichen Behandlung.