Grußworte zum 7. Bonner Tauchersymposium 2007

Grußwort des Schirmherrn Dr. med. Karl W. Demmer
Generaloberstabsarzt a.D. Bundesarzt Deutsches Rotes Kreuz

Das DRK ist stolz darauf, unter seinem Dach viel Knowhow zu vereinen. Das gilt auch für spezielle Segmente wie das Tauchen. Es ist gewissermaßen naturgegeben, dass sich besonders die Wasserwacht im DRK um alle Fragen am und unter Wasser kümmert, aber es ist wichtig, dass sie sich mit dem Rettungsdienst und umgekehrt der Rettungsdienst sich mit der Wasserwacht vernetzt. Das DRK ist bundesweit die Nr. 1 im Rettungsdienst und wird alles dafür tun, die Führungsrolle zu behalten.

Deswegen ist das Bonner Tauchersymposium wichtig. Hier wird fachlicher Input geleistet, der – im doppelten Sinne – Tiefgang bedeutet. Denn das Leben unter Wasser ist nach wie vor nicht so erforscht, wie man glauben sollte. Wie sich Körper und Geist, wie sich Zellen und Sauerstoff unter Wasser verhalten, wie sich Stress auswirkt und die Notfallmedizin darauf reagiert – das wird zum Teil noch erforscht und entwickelt. Umso wichtiger ist es, dass die, die Taucher ausbilden, und die, die notfalls Taucher retten sollen, Bescheid wissen.

„Sauerstoff, ein Lebenselixier“, das Motto des heutigen Symposiums, steht pars pro toto für den Taucher, die Medizin, die Rettung. Traditionell hat diese Fortbildung in Bonn einen medizinischen Themenschwerpunkt. Wir danken deshalb insbesondere den Ärzten und den anderen Fachreferenten innerhalb und außerhalb des DRK, dass sie Erfahrungen und neue Erkenntnisse hier vermitteln. Und wir danken unseren Partnerorganisationen, den Universitäts-Instituten, der Feuerwehr und der Ärztekammer, dass sie hier mit dem DRK zusammenarbeiten, die Fortbildung anerkennen und auf diese Weise die  Teilnahme honorieren.

Natürlich brauchen wir alle den Qualitäts-Dialog. Natürlich wird die Bedeutung von Fortbildungen mit wachsendem Wissensstand auf allen Gebieten zunehmen. Sie sind also hier richtig, meine Damen und Herren, das gilt auch für die nächsten Jahre. (Und das schließt heute Mittag sogar die Erweiterung Ihres Wissens über Pottwale, die größten lebenden Raubtiere, ein.)

Das Bonner Tauchersymposium, das heute zum siebtenmal stattfindet, hat bewiesen, dass es sich im wachsenden Konkurrenzumfeld zu behaupten weiß. In diesem Sinne danke ich allen Organisatoren, insbesondere der Wasserwacht, aber auch dem Vorstand des Kreisverbandes Bonn, dem Landesverband Nordrhein wie auch dem DRK-Generalsekretariat, das anlässlich dieses bundesweit anerkannten Symposiums auch zur Bundestauchertagung nach Bonn einlädt.

Besonders erwähnen möchte ich Dr. Stefan Schröder, der auch nach seinem Weggang von Bonn nach Heide gewissermaßen das medizinische Rückgrat der Wasserwacht in der maritimen Notfallmedizin darstellt, wie auch Michael Czerwinski, der im KV Bonn die Organisationsfäden in der Hand hält. Vielen Dank und gutes Gelingen.

Dr. med. Karl W. Demmer