Grußworte zum 8. Bonner Tauchersymposium 2008

Grußwort des Schirmherrn Dr. Ingo Wolf,
Innen- und Sportminister des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zum 8. Tauchersymposium in Bonn. Gerne habe ich die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen und freue mich, dass die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes diese erfolgreiche Veranstaltungsserie auch in diesem Jahr fortsetzt. Sie unterstützt damit die Vernetzung von Forschung, Wissen und Praxis im Rettungsdienst, die notwendig ist, um - im medizinischen Sinne - das Beste zu erreichen. 

Der Begriff „Tauchersymposium“ verweist auf ein spezielles Segment der Wasserrettung. In den Bonner Symposien wurde und wird aber deutlich, wie wichtig es für Rettungsdienste und Hilfeleistungsunternehmen sein kann, dieses besondere Wissen und den aktuellen Stand wissenschaftlicher Unterwasserforschung auch in den Alltag der Landrettung zu übertragen.

Deshalb freue ich mich besonders, dass sich sowohl hauptamtliche Rettungsdienstkräfte, Ärztinnen und Ärzte als auch ehrenamtlich Aktive aus dem gesamten Bereich der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes unter dem Dach des Roten Kreuzes und der Universität Bonn gemeinsam fortbilden.

2008 kann die Wasserrettung in Deutschland auf 125 erfolgreiche Jahre zurückblicken. 1883 formten sich anlässlich einer Hochwasserkatastrophe die ersten „Wasserwehren“. Das Deutsche Rote Kreuz hat seither den Gedanken der Wasserrettung besonders beim ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger stets weiterentwickelt, unterstützt und modernisiert.

Ein glücklicher Zufall will es, dass die nordrhein-westfälische Wasserwacht des DRK in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert. Ihre Neugründung jährt sich jetzt zum 50. Mal.

Zu diesem Doppeljubiläum gratuliere ich herzlich. Ich wünsche dem Symposium, allen Organisatoren und Gästen viel Erfolg, neue Erkenntnisse und gute Zusammenarbeit.

Ihr

Dr. Ingo Wolf MdL
Innen- und Sportminister des Landes Nordrhein-Westfalen

Grußwort des Landesleiter Wasserwacht Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Nordrhein e.V. Dieter Schneider Bichel

125 Jahre Wasserrettung in Deutschland – darauf sind wir stolz. Wir feiern. Das Deutsche Rote Kreuz hat 1883 jene Form der Wasserrettung erfunden, die zunächst der Abwehr von Katastrophen gewidmet war, die aber immer mehr auf Aufklärung, Verbreitungsarbeit und Vorbeugung setzte. Dazu wurden und werden Menschen gebraucht, denen das Wohl ihres Nachbarn am Herzen liegt und die sich für Menschen in Not engagieren, die aber vor allem auch anderen das Schwimmen und Retten beibringen, Generation für Generation. Aus dieser Idee wurde eine der dauerhaftesten Bürgerinitiativen in unserem Land. 125 Jahre und länger.

Die DRK-Wasserwacht ist heute eine von mehreren Organisationen. Sie hat nicht allein die Deutungshoheit. Das gilt vor allem für Notfälle im und unter Wasser. Mehr Institutionen denn je kümmern sich um die wissenschaftliche Erforschung. Die Professionalisierung der Rettung ist weit fortgeschritten, aber immer gilt es, Neues zu lernen und gelegentlich umzudenken. Das DRK, die Nr. 1 im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, lädt gerade im Jubiläumsjahr 2008 herzlich ein zum Wissensaustausch und zur gemeinsamen Arbeit. Das Bonner Tauchersymposium spielt dabei eine nachhaltige und wichtige Rolle.

Herzlich willkommen also in Bonn! Zu danken ist den unermüdlichen Organisatoren und der ärztlichen Leitung für die stete fachliche Weiterentwicklung der Veranstaltung, die immer wieder bundesweit das Interesse weckt. Neben aller notwendigen Qualität, für die nur berufliches Wissen und Können die Grundlage bieten kann, freuen wir uns, dass auch in der Wasserrettung der Zukunft das ehrenamtliche Engagement weiterhin eine große Rolle spielen wird. Zum Glück.

Dieter Schneider Bichel

Landesleiters Wasserwacht
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Nordrhein e.V.

Grußwort Ärztlicher Leiter des Notarzt- und Rettungsdienstes Bundesstadt Bonn Dr. med. Ulli Heister

Das Bonner Tauchersymposium, das heute bereits zum achtenmal statt findet, erfreut sich seit seinen Anfängen großer Beliebtheit in Rettungsdienstkreisen und genießt bundesweite Anerkennung. Durch die gelungene Kombination ansprechender Themen auf hohem fachlichen Niveau ist es den Veranstaltern stets gelungen, über die Jahre hinweg neben den treuen Stammbesuchern auch kontinuierlich neue Interessierte für dieses Gebiet zu gewinnen. Notfall- und tauchmedizinische Themen mit hoher einsatzpraktischer Relevanz, einsatztaktische Erfahrungswerte und beeindruckende Hintergrundinformationen aus dem Bereich der Meeresbiologie runden die Fortbildung ab.

Die Tauchmedizin ist integraler Bestandteil der modernen Notfallmedizin und komplettiert die Bemühungen aller Mitwirkenden im Rettungsdienst zu Lande und in der Luft. Im Sinne einer gut funktionierenden Rettungskette sichert das Überleben in solch kritischen Situationen nur eine professionelle Versorgung von Anfang an und Hand in Hand mit dem weiterversorgenden Rettungsdienst.

Auch wenn es in Bonn zum Glück nur wenige Einsätze in diesem Bereich zu verzeichnen gibt, so ist sich die Stadt Bonn als Träger des  Rettungsdienstes doch der ständigen Präsenz der Wasserwacht des hiesigen DRK-Kreisverbandes bewusst und vertraut darauf. Bei alljährlichen Großveranstaltungen wie „Rhein in Flammen“ wird dieses auch für die Bonner Bürgerinnen und Bürger durch zahlreiche ehrenamtlich geleistete Einsatzstunden sichtbar.   

Ich wünsche den engagierten Veranstaltern ein gutes Gelingen und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden und schönen Tag in Bonn mit der Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch.

Dr. med. U. Heister  

Arzt für Anästhesiologie / Notfallmedizin

Grußwort des 1. Vorsitzenden Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Bonn e.V. Christian Steitz

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Namen des DRK-Kreisverbandes Bonn begrüße ich Sie herzlich zum 8. Bonner Tauchersymposium. An den vorangegangenen 7 Symposien habe ich mit viel Freude, Interesse und vor allen Dingen mit Stolz teilgenommen.

Freude hat mir immer die ungezwungene Atmosphäre und das Kennen lernen von netten Leuten aus ganz Deutschland gemacht.

Interessant finde ich den Themenmix und die große Themenspanne. Hier hat man die Möglichkeit, über seinen Tellerrand hinweg zu schauen.

Stolz bin ich, dass eine Bonner Rotkreuzgemeinschaft mit „nur“ 40 Aktiven kontinuierlich eine solche Veranstaltung mit überregionaler Bedeutung auf die Beine stellt und das neben dem Tagesgeschäft!

Mit „Tagesgeschäft“ ist gemeint:

  • die Einsätze der Wasserwacht bei allen Großveranstaltungen in Bonn
  • rd. 2500 Stunden Betreuung von LV-Veranstaltungen, Mitwirkung im Rettungsdienst sowie Unterstützung
  • rd. 2500 Stunden interne Ausbildung Wasserwacht (Rettungsschwimmen, Fließgewässerretter, Taucher)
  • rd. 2200 Stunden Betreuung/Schwimmtraining Jugendwasserwacht, Kinderschwimmen und Ausbildung
  • rd. 4300 Stunden Training/Ausbildung  für alle erwachsenen Wasserretter
  • 2 Notärzte, 5 Rettungsassistenten, 4 Rettungssanitäter, 3 Rettungshelfer und zahlreiche Sanitätshelfer darunter 6 Taucher, 2 Signalmänner/-frauen, 5 Fließgewässerretter und 9 Bootsführer leisten die reichlich anfallende Arbeit.  Unterstützt werden sie hierbei von 4 Ausbildern Rettungsschwimmen, 6 Ausbildern Schwimmen, 2 Ausbildern Bootsdienst und einem Ausbilder Sanitätsdienst.
  • 2 Zugführer und 3 Gruppenführer sind fertig ausgebildet, 10 Gruppen-/Truppführer befinden sich in Ausbildung.

Ich wünsche dem Symposium einen guten Verlauf und danke den Wasserwachtlern, insbesondere den verantwortlichen Initiatoren, für ihr außerordentliches Engagement.

Christian Steitz

Grußwort Kreiswasserwachärztin Dr. med. Andrea Jerusalem
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Bonn e.V.

Liebe Tauchsportfreunde!

Was zunächst als kleine Veranstaltung für einige Wenige begann, jährt sich nunmehr zum achten Mal. Ich freue mich, dass das Thema Tauchen/Tauchmedizin über die vergangenen sieben Jahre hinweg ein breites Interesse geweckt hat und dieses offensichtlich auch in diesem Jahr tut.

Der Boom im Tauchsport hält ungebrochen an. Aktuelle Informationen über Unfallursachen, die Vermeidung von Unfällen und auch Behandlungen nach einem Unfall sind daher unerlässlich. Mit unserem Bonner Tauchersymposium wollen wir einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder hochklassige Referenten begrüßen zu dürfen, ohne die dieses Symposium nicht durchzuführen wäre.

Genauso wichtig sind natürlich Sie als Teilnehmer, auf deren Feedback ich mich bereits freue.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Sponsoren, Helfern und Förderern des achten Bonner Tauchersymposiums bedanken. Ohne deren Arbeit und Unterstützung, die zum Teil im Hintergrund stattfindet, ist diese Veranstaltung nicht möglich.

Es bleibt mir nur noch, allen viel Spaß beim Bonner Tauchersymposium zu wünschen!

Eure Dr. Andrea Jerusalem

Internistin, Notfallmedizinerin